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dem Ende der Ziegelproduktion in Jockgrim entstand die Idee eines
Ziegeleimuseums: Einige ehemalige Mitarbeiter, allen voran der letzte
Fabrikbesitzer Helmo Ludowici und der damalige Verbandsbürgermeister
Richard Werling, forcierten den Wiederaufbau und die Ausgestaltung
zum Museum. Dabei wurden sie von zahlreichen Spendern und Helfern
unterstützt. Die Ausstellung im Obergeschoss des Gebäudes zeigt den Werdegang eines Ziegels vom Entwurf bis zum Endprodukt. Hier hat der Besucher auch die Möglichkeit, den technischen Stand der Produktion im Jahre 1926 an Hand eines Originalfilmes zu sehen. Ein weiterer Höhepunkt der Ausstellung ist der teilweise erhaltene und begehbare Ringofen, der ursprünglich 90 Meter lang und sechs Stockwerke hoch war. Heute dient er als Untergeschoss des modernen Verwaltungsgebäudes der Verbandsgemeinde. Im Außenbereich sind verschiedene Exponate wie zum Beispiel eine Revolverpresse und eine Farbmühle zu sehen. Lebendig
wird das Museum nicht zuletzt durch den großen Saal des ehemaligen
Pressehauses, der für vielfältige Veranstaltungen genutzt
wird. |
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| Das
Ziegeleimuseum kann sonntags von 14 - 16 Uhr sowie nach Vereinbarung (Rathaus, Tel. 07271/52895, Fax: 07271/981707 oder rathaus@jockgrim.de) besichtigt werden. |
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Der
Erfinder Johann Wilhelm Ludowici (1896 – 1983)
sorgte für Innovationen bei der Konstruktion und Produktion der
Falzziegel und brachte den Betrieb in eine Vorreiterrolle in Europa.
Mit seinem Erfindungsreichtum entwarf er zahlreiche Konstruktionen
und Organisationsmodelle auch außerhalb der Ziegelfertigung.
Seine Ideen waren jedoch ihrer Zeit häufig weit voraus oder zu
ungewohnt, um sich wirtschaftlich erfolgreich durchzusetzen. Diese
Facette von Ludowicis Schaffen repräsentiert das Kugelhaus. In
den Fünfzigerjahren des 20. Jahrhunderts erdacht, sorgte es zunächst
weltweit für Aufsehen und geriet dann in Vergessenheit. Ein Exemplar
wurde vom Förderverein Ziegeleimuseum im Jahr 2002 restauriert
und gehört seit März 2003 zur Dauerausstellung des Museums.
Es ist im Außenbereich in der Nähe des Bürgerhauses
aufgestellt. Das Kugelhaus besteht aus Metall und hat einen Durchmesser von 4,50 Metern. In der Originalausstattung enthielt es alles, was für einen Zwei-Personen-Haushalt erforderlich war. Ludowici hatte sich vorgestellt, Kugelhäuser in Serie zu fertigen und dann per LKW, Schiff oder Hubschrauber an jeden gewünschten Standort zu transportieren. |
| Das
restaurierte Kugelhaus zwischen Bürgerhaus und Ziegeleimuseum |
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| Der
"Förderverein Ziegeleimuseum e. V." hat es sich zur Aufgabe
gemacht, das Ziegeleimuseum Jockgrim zu erhalten und weiter zu entwickeln.
Mit einem Jahresbeitrag von derzeit 12 € können Sie Mitglied in unserem Verein werden und unsere Arbeit unterstützen. Spenden nehmen wir selbstverständlich jederzeit gerne entgegen. Auf Wunsch erhalten Sie eine Spendenquittung, mit der die Spende für Sie steuerlich absetzbar ist. Dem Vorstand des Fördervereins Ziegleimuseum Jockgrim gehören derzeit an: Jörg
Scherer
(1. Vorsitzender), Michael Breining (2. Vorsitzender), Karola Reiß
(Kassiererin), Prof. Karl-Heinz Deutsch (Beisitzer), Ursula Isemann
(Beisitzerin) |
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