Ziegeleimuseum Jockgrim

   
Informationen über das Ziegeleimuseum Jockgrim

Nach dem Ende der Ziegelproduktion in Jockgrim entstand die Idee eines Ziegeleimuseums: Einige ehemalige Mitarbeiter, allen voran der letzte Fabrikbesitzer Helmo Ludowici und der damalige Verbandsbürgermeister Richard Werling, forcierten den Wiederaufbau und die Ausgestaltung zum Museum. Dabei wurden sie von zahlreichen Spendern und Helfern unterstützt.

1996 wurde das Museum eröffnet. Es dokumentiert die rund 100-jährige Geschichte der Herstellung von Ziegeln und anderen Tonerzeugnissen der ehemaligen Falzziegelfabrik Carl Ludowici in Jockgrim, dem einstigen Marktführer in Europa.

Die Ausstellung im Obergeschoss des Gebäudes zeigt den Werdegang eines Ziegels vom Entwurf bis zum Endprodukt. Hier hat der Besucher auch die Möglichkeit, den technischen Stand der Produktion im Jahre 1926 an Hand eines Originalfilmes zu sehen.

Ein weiterer Höhepunkt der Ausstellung ist der teilweise erhaltene und begehbare Ringofen, der ursprünglich 90 Meter lang und sechs Stockwerke hoch war. Heute dient er als Untergeschoss des modernen Verwaltungsgebäudes der Verbandsgemeinde.

Im Außenbereich sind verschiedene Exponate wie zum Beispiel eine Revolverpresse und eine Farbmühle zu sehen.

Lebendig wird das Museum nicht zuletzt durch den großen Saal des ehemaligen Pressehauses, der für vielfältige Veranstaltungen genutzt wird.

im Ringofen

Das Ziegeleimuseum

Käpplerin

 
Das Ziegeleimuseum kann sonntags von 14 - 16 Uhr
sowie nach Vereinbarung (Rathaus, Tel. 07271/52895, Fax: 07271/981707 oder rathaus@jockgrim.de) besichtigt werden.

 
Das Jockgrimer Kugelhaus

 


Das Kugelhaus von Johann Wilhelm Ludowici

 

Im Innern des Kugelhauses

 

Im Innern des Kugelhauses

Der Erfinder Johann Wilhelm Ludowici (1896 – 1983) sorgte für Innovationen bei der Konstruktion und Produktion der Falzziegel und brachte den Betrieb in eine Vorreiterrolle in Europa. Mit seinem Erfindungsreichtum entwarf er zahlreiche Konstruktionen und Organisationsmodelle auch außerhalb der Ziegelfertigung. Seine Ideen waren jedoch ihrer Zeit häufig weit voraus oder zu ungewohnt, um sich wirtschaftlich erfolgreich durchzusetzen.

Diese Facette von Ludowicis Schaffen repräsentiert das Kugelhaus. In den Fünfzigerjahren des 20. Jahrhunderts erdacht, sorgte es zunächst weltweit für Aufsehen und geriet dann in Vergessenheit. Ein Exemplar wurde vom Förderverein Ziegeleimuseum im Jahr 2002 restauriert und gehört seit März 2003 zur Dauerausstellung des Museums. Es ist im Außenbereich in der Nähe des Bürgerhauses aufgestellt.

Das Kugelhaus besteht aus Metall und hat einen Durchmesser von 4,50 Metern. In der Originalausstattung enthielt es alles, was für einen Zwei-Personen-Haushalt erforderlich war. Ludowici hatte sich vorgestellt, Kugelhäuser in Serie zu fertigen und dann per LKW, Schiff oder Hubschrauber an jeden gewünschten Standort zu transportieren.

Das restaurierte Kugelhaus zwischen Bürgerhaus und Ziegeleimuseum
 
Der Förderverein

Der "Förderverein Ziegeleimuseum e. V." hat es sich zur Aufgabe gemacht, das Ziegeleimuseum Jockgrim zu erhalten und weiter zu entwickeln.

Mit einem Jahresbeitrag von derzeit 12 € können Sie Mitglied in unserem Verein werden und unsere Arbeit unterstützen. Spenden nehmen wir selbstverständlich jederzeit gerne entgegen. Auf Wunsch erhalten Sie eine Spendenquittung, mit der die Spende für Sie steuerlich absetzbar ist.

Dem Vorstand des Fördervereins Ziegleimuseum Jockgrim gehören derzeit an:

Jörg Scherer (1. Vorsitzender), Michael Breining (2. Vorsitzender), Karola Reiß (Kassiererin), Prof. Karl-Heinz Deutsch (Beisitzer), Ursula Isemann (Beisitzerin)